Ortsverein Pommersche Boddenküste

Die Presse als Stimmungsmacher" entlarvt!

Veröffentlicht am 04.01.2013 in Allgemein

In der Ostseezeitung vom 03.01.13 wurde ein Leserbrief veröffentlicht, der einmal mehr zeigt, wie aus einem Interview gekürzte Zeilen zur Stimmungsmache missbraucht werden!

Hier der Leserbrief:

Zur Debatte um Peer Steinbrücks Geld- Interview:

Es ist schon erstaunlich, wie durch den Journalismus immer wieder Meinungen und Stimmungen manipuliert werden, indem Aussagen von Personen verkürzt oder aus dem Zusammenhang gerissen veröffentlicht werden.
Warum zitieren Sie nicht einfach die Fragen und Antworten des FAZ- Interviews?

Frage: „Gerhard Schröder wollte nach dem Ende seiner Kanzlerschaft mal richtig Geld verdienen. Hatten Sie nach dem Ende Ihrer Ministerzeit auch so ein Gefühl?

Antwort: Nein. Dieses Gefühl gab es nie. Im Übrigen finde ich allerdings, dass manche Debatte über die Bezahlung unserer Abgeordneten bis hin zur Spitze der Bundesregierung sehr schief ist. Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein- Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin. Abgeordnete des Bundestags arbeiten fast sieben Tage die Woche, durchschnittlich zwölf bis 13 Stunden. Sie sind gemessen an ihrer Leistung nicht überbezahlt. Manche Debatte, die unsere Tugendwächter führen, ist grotesk und schadet dem politischen Engagement.

Frage: Verdient die Kanzlerin zu wenig?

Antwort: Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig — gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt.“

Diese Aussagen haben in der Vergangenheit mehrmals sogar Journalisten, z.B.in Politmagazinen, anhand von reinen Daten publiziert. Steinbrück benennt nur Tatsachen. Ich bin weit davon entfernt, „Wahlkampfhelfer“ für Herrn Steinbrück zu sein, aber ich vermisse Fairness.
Siegfried Kahl, Wismar

Veröffentlicht OZ am 03.01.2013