Ortsverein Pommersche Boddenküste

So wird es nichts!

Veröffentlicht am 18.01.2011 in Allgemein

Den Artikel in der OZ vom 15./16.2011 "Zuschuss für Schulessen soll bleiben" möchte ich so nicht unkommentiert lassen.

Der Haushaltsplanentwurf für 2011 zeigt im Moment ein Minus von ca. 580.000€ auf. Das bedeutet im Klartext, dass dieses Geld in aller Härte eingespart werden muss, um eine Zwangsverwaltung der Stadt zu vermeiden. Dieses würde dann sowieso eine Streichung aller freiwilligen und sicher auch anderer liebgewordener Leistungen bedeuten!
Natürlich gewöhnt man sich an Erleichterungen jedweder Art sehr gern und schnell. Aber nachdem viele Jahre in Barth Leistungen im sozialen Bereich nicht erhöht wurden bzw. freiwillige Leistungen erbracht wurden, müssen wir nun den Tatsachen ins Auge sehen und massiv sparen. Dies wird weh tun, aber nicht zu ändern sein. Und hat auch nichts mit dem jetzigen Bürgermeister nichts zu tun. Diese Tendenz zeichnet sich schon einige Jahre länger ab.
Im Schul- und Sozialausschuss sollte es nun am Donnerstag losgehen.
Aber es wurde nichts daraus!
Über die Vorschläge des Vorsitzenden Herrn Schröter über eine Duschpauschale in den Sporthallen, und dass und ob der Hallenwart diese kassieren solle, über eine Nutzungspauschale für Nicht - Barther- Mitglieder unserer Vereine wurde langatmig dikutiert aber nicht abgestimmt.
Vermutlich werden wir nicht umhin kommen, die Förderung an die Vereine zu streichen und auch über einen Nutzungsgebühr für Erwachsene zumindest nachzudenken. Da sollte man doch die Belastungen au möglichst viele Schultern verteilen, um sie für den Einzelnen geringer zu halten.
Dies ist ganz sicher nicht das eigentliche Ziel! Aber wir können Geld nur ausgeben, wenn welches da ist. Diese Erfahrung macht doch täglich jeder. Seit Jahren zeichnet sich doch ab, dass die Kassen leerer werden. Diese Tatsache war und ist bekannt und hat nichts mit dem jetzigen Bürgermeister zu tun. Auch sind wir ja nicht die einzige Kommune mit diesem Problem!
Falls es bei diesen „Grabenkämpfen“ darum geht, einen schnellen Beschluss zum Haushaltsplan unmöglich zu machen, hoffe und wünsche ich mir sehnlichst, dass in den anderen Ausschüssen konstruktiver und effektiver gearbeitet wird. Jeder Tag ohne beschlossenen Haushaltsplan erhöht das Defizit in der Stadtkasse und birgt die bedrohlich dichte Gefahr der Zwangsverwaltung. Was dieser Begriff im Kartext bedeutet, sollten zumindest alle Stadtvertreter wissen. Herr Drescher (CDU) sprach dazu auf dem Neujahrsempfang deutliche Worte. Persönliche Befindlichkeiten müssen hintenan gestellt werden.
Ganz nebenbei: Frau Saefkow und ich werden in dem o.g. Artikel als die „Bösen“ geoutet, welche die Förderung des freiwilligen Zuschusses durch die Stadt streichen wollten. Es handelt sich hier um eine Summe von ca. 5€/Monat pro Kind für rund 20 warme Mahlzeiten!

Kerstin Klein