Ortsverein Pommersche Boddenküste

Neujahrsempfang im Theater Barth…

Veröffentlicht am 11.01.2009 in Allgemein

Zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Barth wurde am 10.01.2009 geladen. In dem bis auf den letzten Platz gefüllten Barther Theater wurde Bilanz für das letzte Jahr gezogen und ein Ausblick auf die kommenden Ereignisse in diesem Jahr geworfen. Neben den vielen Barthern, zog es auch zahlreiche Gäste zum Neujahrsempfang, was deutlich wiederspiegelt wie wichtig Barth als Grundzentrum ist.

Neben einem bunten Musikprogramm, welches von der Jazzband der Kreismusikschule dargeboten wurde, fanden auch dieses Jahr die Auszeichnungen für Schülerinnen und Schüler der Stadt Barth statt.

Auszeichnungen

In seiner Ansprache würdigte der Bürgermeister der Stadt Barth Dr. Stefan Kerth, die im letzten Jahr erreichten Erfolge in der Stadt. So sind es nicht nur die sichtbaren Fortschritte wie der Abriss der Ruinen am Dammtor. Es sind auch die vielen Dinge, die nicht gleich auf dem ersten Blick zu sehen sind. Ein Beispiel hierfür ist die neue Heizungsanlage in der KITA Wirbelwind.

Nicht die baulichen Veränderungen allein machen die Qualität einer Stadt aus. Vielmehr sind es die kulturellen und menschlichen Werte, die eine Stadt erst richtig Leben geben. So würdigte Kerth stellvertretend die Arbeit des Vorstandes des Seniorenbeirates mit den Worten: „Meine Damen, Sie sind ganz schön auf Zack, das muss ich sagen! Auch wenn Sie der Seniorenbeirat sind, so lassen Sie gegen sich manch jüngere ganz schön alt aussehen!“

Weil nicht nur aktuelle Themen die Stadt bewegen, sind auch die historischen Ereignisse ein Teil der Seele unserer schönen Stadt Barth. Hier sagte Kerth: „Gemeinsam mit dem Bibelzentrum, den Barther Schulen und der Marinetechnikschule hat man es vermocht, den 70. Jahrestag der Reichspogromnacht in einer inhaltlichen Bandbreite zu begehen, wie sie ihres gleichen sucht.“

Mit Hinblick auf das Jahr 2009 und die kommenden Jahre wurde ein Ausblick auf die Ereignisse gegeben.
„Abitur in Barth, ja!“ Dieser Satz markiert das Ende von vielen Verhandlungen und Bemühungen die Erlangung der Hochschulreife auch weiterhin in Barth zu ermöglichen. Vielen Eltern und Schülern dürfte hiermit ein großer Stein vom Herzen gefallen sein.

Mit Hinblick auf die derzeitige Wirtschaftskrise sprach Kerth über die Chancen, die hierin liegen. Ein Beispiel sind die Möglichkeiten der Konjunkturprogramme. Dass man sich dabei nicht allein auf die Politik und den Staat stützen sollte, machte Kerth mit der Aussage: „Ich habe noch einen ganz persönlichen Wunsch. Einkaufen in der Altstadt. Vieles, was es woanders gibt, kann man auch in Barth bekommen. Und das nicht teurer, als anderswo. Darum wünsche ich mir von Ihnen, schnüren sie Ihr eigenes Konjunkturpaket und unterstützen sie die ortsansässigen Unternehmen und Dienstleister.“

Die folgenden Worte unseres Bürgermeisters wollen wir gern unkommentiert lassen, da sie alles wiederspiegeln, was auch uns am Herzen liegt:

„Was mir persönlich ein ganz besonderes Anliegen ist, ist auch diejenigen Leute nicht zu vergessen, die abseits organisierter Strukturen, abseits von Fördergeldern und abseits öffentlicher Anerkennung ganz im Stillen… einfach Menschlichkeit beweisen. Das kann einmal ein nette Geste sein, ein anderes Mal die Aufopferung für einen anderen Menschen. Das zu erwähnen ist mir so wichtig, weil wir in einer Zeit leben, in der viele Menschen zehnmal „ICH“ gesagt haben, bevor ein einziges „WIR“ zu
hören ist. Liebe Heldinnen und Helden des Alltags, ich danke Euch für Eure Menschlichkeit. Ihr bereichert unser Leben! Und im besten Sinne beschämt ihr jene, die immer nur sich selbst bereichern wollen.“
Jörg Staske