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Die SPD trauert um Helmut Schmidt.
Wir alle verneigen uns vor der historischen
Lebensleistung des großen sozialdemokratischen
Staatsmannes, der unsere Partei und unser Land über Jahrzehnte
geprägt hat.
Helmut Schmidt erlebte als Zeitzeuge Abgründe und
Höhepunkte der deutschen Geschichte. Er wurde geboren
in der Endphase des deutschen Kaiserreiches, wuchs auf in
der Weimarer Republik und erlebte und überlebte als Soldat
den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus.
Nach dem Krieg begann er in der SPD seine so
beeindruckende politische Laufbahn, um das demokratische
Deutschland mit aufzubauen. In seiner Heimatstadt Hamburg
wurde er Senator, bevor er als Bundestagsabgeordneter,
später als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und
Verteidigungs- und Finanzminister zu einem der prägnantesten
Köpfe der Bonner Republik aufstieg.
Er übernahm als Bundeskanzler Verantwortung und Führung
in schweren Zeiten, in denen wirtschaftliche Krisen und
sicherheitspolitische Herausforderungen strategische
Perspektiven und konsequentes Handeln erforderten.
Als Krisenmanager steuerte er die Bundesrepublik mit
Weitsicht und Augenmaß durch Ölkrise, Wettrüsten und
die Bedrohung durch den Terrorismus.
Helmut Schmidt überzeugte über Parteigrenzen hinweg
mit staatsmännischem Charisma, scharfen Intellekt und
beeindruckender Disziplin. Seine Haltung und seine
unbeirrbare Gradlinigkeit in Krisen und bei der Umsetzung
von politischen Zielen, machten ihn zu einem der ganz
großen Kanzler in der Geschichte der Bundesrepublik.
Wie keinem anderen Staatsmann in der Geschichte der
Bundesrepublik haben die Menschen in Deutschland
Helmut Schmidt vertraut.
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